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(© Sächsische Zeitung - Zittauer Ausgabe vom 11.01.2012)

Gebirgsorte einigen sich auf Loipenkonzept

Zittauer Gebirge – Nach viel Streit koordiniert das Naturschutzzentrum jetzt die Spurenleger. Trotzdem ist mehr Geld nötig als jetzt vorhanden.
- Von Gabriel Wandt

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So viel Harmonie war selten in den vergangenen Jahren, wenn das Gespräch auf das Spuren der Skiwanderwege im Zittauer Gebirge kam. Da gab es Streit um das Wie und Wann des Wegelegens, um Zuständigkeiten und Aufgabenbereiche. Jetzt soll das alles anders werden.

Die Gebirgsgemeinden, die Touristische Gebietsgemeinschaft (TGG), das Outdoorland und das Naturschutzzentrum haben sich zusammengesetzt und sich ein gemeinsames Konzept überlegt. Das ist neu. Denn bisher wurden zwar die Wege gespurt, doch jede Gemeinde machte das in Eigenregie und nach eigenen Vorstellungen. Für Skifahrer war das oft ärgerlich, denn schnell konnte ein gut gespürter Weg enden und ein weniger guter beginnen, weil mitten im Wald die Gemeindegrenze verläuft.
Um das zu ändern, laufen die Informationen zu dem, was auf den Skiwegen passiert, jetzt bei Rita Bretschneider vom Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge" zusammen.
Die Ziele sind klar: Sobald Schnee liegt, sollen die Spurenleger losfahren. Es habe sich gezeigt, dass sehr schnell die Skifahrer da seien und nach Spuren fragen, sagt Hans-Gert Herberg, Geschäftsführer des Naturschutzzentrums. Nach Möglichkeit soll das Spuren am Nachmittag oder am Abend passieren, damit am Morgen die Spuren fertig sind. Und im Naturschutzzentrum soll ein Überblick entstehen, wo wann wie viel Zeit fürs Spurenlegen nötig ist, wo Schwierigkeiten auftauchen.
Das gemeinsame Gespräch ist auf Initiative von TGG-Chefin Sandra Adolf zustande gekommen. Sie wollte ganz einfach wissen, womit die Touristiker für das Zittauer Gebirge tatsächlich werben können. Das nun entstandene Konzept hat das Potenzial, den Unmut der Skifahrer wenigstens zu mildern. Das Problem, dass es im Gebirge für die Urlauber keine echten Loipen gibt, bleibt. Doch ein professioneller Pistenbully, wie er vor einigen Jahren fast schon einmal greifbar war, ist derzeit nicht in Sicht. Dafür könnte sich das Wegenetz auf der tschechischen Seite des Gebirges vergrößern. Schon jetzt hat der Wirt der Johannissteinbaude angekündigt, sich mit einem deutschen Partner um das Spuren der Hochwaldrunde zu kümmern. Die übrigen Strecken liegen in Verantwortung der Gemeinde, und die ehrenamtlichen Spurenleger, die dort aktiv sind, sollen ihre Aufgabe auch weiterhin ausführen. „Ohne sie ginge gar nichts", würdigt Herberg diese Arbeit.
Trotzdem wird es ohne finanzielle Mittel nicht gehen. Aktuell sind laut Auskunft aus den Gemeinden alle Fahrzeuge einsatzbereit, auch für den Kraftstoff sei gesorgt. Doch die Unterhaltung kostet Geld. Die Hürden für die Einführung einer Loipenmaut sind hoch. Ein erster Versuch startet jetzt mit einem freiwilligen Appell an die Skifahrer. Zum Beispiel am Parkplatz am Johannisstein steht ein Parkscheinautomat, in den die Urlauber Geld einwerfen können und dafür auch eine Quittung erhalten. Weitere sollen folgen.
Ein weiteres, noch nicht gelöstes Problem sind die Wanderer. Hans-Gert Herberg appelliert an sie, in den wenigen Schneewochen den Skifahrern nicht die Wege zu zertreten, doch den Wanderern fehlen im hohen Schnee oft die Alternativen. Dazu wird zurzeit ein paralleles Konzept für Winterwanderwege erarbeitet. Die Schwierigkeit hierbei: Diese Wege zusätzlich begehbar zu machen, erfordert einen weiteren Kraftaufwand. Hier sind noch einige Gespräche nötig. Das neue Konzept für die Skiwanderwege stößt jedenfalls erst einmal auf Zustimmung. Bei dem Gespräch habe eine konstruktive Atmosphäre geherrscht, sagt Hans-Gert Herberg. Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker äußerte sich ebenfalls positiv. Aber auch er weiß: Bevor nicht wieder Schnee fällt und das Konzept sich im Alltag beweisen muss, kann wenig über die Tauglichkeit gesagt werden.

(© Sächsische Zeitung - Zittauer Ausgabe vom 11.01.2012)